FAQ

Was ist eine Stiftung?

Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die mit Hilfe eines Vermögens auf Dauer einen vom Stifter festgelegten Zweck verfolgt. Dabei wird das Vermögen auf Dauer erhalten, und es werden nur die Erträge für den Zweck verwendet. Stiftungen können in verschiedenen rechtlichen Formen und zu jedem legalen Zweck errichtet werden. Die meisten Stiftungen werden in privatrechtlicher Form errichtet und dienen gemeinnützigen Zwecken.

Was ist eine Förderstiftung und was sind ihre Ziele? 

Eine Förderstiftung ist eine Spezialform der Stiftung, wobei es nicht zuerst darum geht, dass sie vorhandene Mittel verteilt, sondern dass sie ihre Arbeit in den Dienst eines gemeinnützigen Zweckes stellt. Die Förderstiftung Leipziger Stadtbad ist ähnlich gelagert. Sie hat keine Mittel, um das Stadtbad sofort wiederherzustellen und zu betreiben, sondern möchte durch die Nutzung von bürgerschaftlichen und unternehmerischen Engagement die dafür notwendigen Mittel sammeln. Dies geht nur über eine breite Öffentlichkeitsarbeit, die sich über Medienkampagnen, Informations-, Kommunikations- und Bildungsarbeit sowie über den Aufbau und die Pflege einer großen Fördergemeinde vollzieht und von der Förderstiftung daher aktiv angetrieben werden muss.
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Was heißt Gemeinnützigkeit?

Gemeinnützige Organisationen sind vom Staat ganz oder teilweise von Steuern befreit. Diese besondere Rechtsstellung ist jedoch nicht jedem zugänglich. Die Eintrittshürden und Vorraussetzungen für die Einstufung als gemeinnützig sind daher auch gesetzlich im § 52 der Abgabenordnung Abs. 1 definiert. Demnach verfolgt eine Körperschaft gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.
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Welche Vorteile haben Stifter und Spender?

Stifter und Spender gestalten kreativ ein Stück Zukunft in der Stadt Leipzig mit. Neben der Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes eröffnen sich für alle Leipziger Bürger und ihre Gäste interessante Möglichkeiten der Nutzung. Stiften und Spenden ist auch steuerlich interessant. Für Unternehmen und Privatpersonen bietet das Stiftungssteuerrecht attraktive Konditionen. Es gilt Gutes zu tun und zugleich Steuern zu sparen – eine interessante Möglichkeit.

Was ist ein Stifter?

Stifter ist derjenige, der mit seinem Vermögen eine Stiftung errichtet. Dabei kann es sich sowohl um natürliche Personen als auch um Vereine, Unternehmen oder den Staat handeln. Die Förderstiftung wurde durch die erste große Zustiftung der Leipziger Wasserwerke GmbH gegründet. Die weitere Zustiftung anderer ist jedoch weiterhin möglich und notwendig. Als Stifter hat man durch den Stiftungsrat der Stiftung besondere Rechte und kann damit das Leben und die Arbeit der Stiftung mitgestalten. Die Veränderung des Stiftungszweckes ist aber nicht möglich.

Was ist ein Spender?

Ein Spender ist eine Person, die eine freiwillige unentgeltliche Leistung für einen gemeinnützigen Zweck zur Verfügung stellt. Diese Handlung wird vom Staat mit steuerlichen Erleichterungen für die spendende Person belohnt. Spender helfen also durch ihre Spende der Stiftung und können diesen Spendenbetrag steuerlich geltend machen.

Was ist ein Sponsor?

Ein Sponsor ist eine Person, eine Organisation oder ein Unternehmen, die anderen Personen, Organisationen oder Unternehmen Gelder, Dienst- oder Sachleistungen zur Verfügung stellt. Dafür ist dieser dann berechtigt dies dann auch im Rahmen der Kommunikation seines Marketings zu verwenden. Sponsoren geben also etwas, um einerseits ein positives Zeichen zu setzen und zu helfen, hoffen aber andererseits auf einen zumindest indirekt positiven Nutzen für sich selbst. Es handelt sich hiermit also um ein klares Leistungs- / Gegenleistungsprinzip.

Was ist ein Partner?

Partner helfen der Stiftung durch ihr Engagement und ihre aktive Mitarbeit bei der Stiftungsarbeit sowie ihre Unterstützung bei der Entwicklung der Stiftung. Dabei kann diese Unterstützung ganz vielfältig sein. So kann ein Partner die Stiftung materiell durch Überlassung von Dienstleistungen oder Sachleistungen unterstützen. Aber auch ideelle Hilfe ist möglich, wie beispielsweise die Vermittlung und Nutzung von eigenen Kontakten zur Förderung der Kommunikation der Rettung des Stadtbades. In ihrer täglichen Arbeit ist die Stiftung daher auf die permanente Unterstützung von Partnern angewiesen und kann auch ohne dieses bürgerschaftliche und unternehmerische Engagement nicht erfolgreich sein. Wenn das Stadtbad wiedereröffnet werden kann, dann wird dies das Ergebnis sehr vieler Beteiligter sein.

Was ist ein Fürsprecher?

Im Gesellschaftlichen Leben gibt es viele prominente Personen oder Institutionen, die gar nicht unbedingt selbst irgendeine Art von Geld etc. geben brauchen, da allein ihr Einsatz besonderen Wert für das zu Unterstützende Projekt hat. Allein also die positive Erwähnung des Stadtbades durch einen bekannten Politiker oder Schauspieler mit ihrer positiven Außenwirkung, kann der Förderstiftung daher mithin wesentlich mehr helfen als die Geldspende dieser Person.

Wer ist der „Chef“ der Stiftung?

Die Förderstiftung Leipziger Stadtbad wird durch einen Vorstand vertreten und einen Stiftungsrat überwacht. Vorstandsvorsitzender der Förderstiftung Leipziger Stadtbad ist Dirk Thärichen.
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Steht ein kommerzielles Interesse hinter dem Wiederaufbau des Stadtbades?

Eine Stiftung ist grundsätzlich darauf ausgelegt gemeinnützig zu handeln und im Nutzen aller für die Allgemeinheit zu wirken. Das bezieht sich beim Leipziger Stadtbad primär auf die Sanierung und den Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerkes. Um dies jedoch auch langfristig sicherzustellen, ist es jedoch sinnvoll, wenn sich das Stadtbad aufgrund seiner Nutzung auch rentabel bewirtschaften lässt. Dafür können daher auch durchaus private Investoren am Konzept mitbeteiligt werden. Ausdrückliches Ziel ist aber die Sanierung und Erhaltung durch die Mittel der Förderstiftung.

Was kostet die Sanierung des Bades?

Die Sanierung des Stadtbades ist eine große Aufgabe und bisher zwar ein fester, aber lediglich ein gefasster Plan. Es stehen noch viele Schritte aus, um diesen Plan immer weiter zu konkretisieren. Nicht zuletzt ist es davon abhängig, wie das Bad nach seiner Sanierung genutzt werden soll. Da das jedoch noch nicht entschieden ist, kann die finale Höhe der Sanierungskosten noch nicht exakt benannt werden.

Gibt es schon Konzepte für die mögliche Nutzung des Stadtbades?

Im Rahmen der Vorbereitung der Stiftungsgründung wurden schon verschiedene grobe Konzepte entwickelt, um möglichen Interessenten zumindest ein Bild des Bades zu schaffen, dass es erleichtert sich einen späteren Betrieb wirklich vorzustellen. Allerdings steht die tatsächliche Gestaltung des Bades und der Nutzungsmöglichkeiten noch nicht fest. Vielmehr sollen durch Kooperationsprojekte mit verschiedenen Partnern die Ideen weiterentwickelt und weitere Alternativen entwickelt werden.

Warum wurde das Stadtbad geschlossen und wann wird es wieder eröffnet?

Trotz umfangreicher Rekonstruktionsarbeiten in den 80er Jahren, die u.a. die orientalische Damensauna im neuen Glanz erstrahlen ließen, wurde die Bausubstanz in den letzten Jahren zunehmend maroder. Im Juli 2004 musste der Badebetrieb wegen des schlechten baulichen Zustands eingestellt werden. Seitdem ist die Zukunft des ältesten Leipziger Hallenbades mehr als ungewiss gewesen. Doch wir haben eine Vision und hoffen mit der Hilfe aller Leipziger das Stadtbad bald im Herzen von Leipzig wieder eröffnen zu können. Die Förderstiftung ist ein erster Schritt, um bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement zu bündeln, um dem Stadtbad diese fehlende Perspektive wieder zu geben. Wie lange das dauert hängt von sehr vielen Faktoren ab und ist schwer planbar.
Als erste Baumaßnahme wurde im Zeitraum Februar 2010 bis Dezember 2011 die energetische Dachsanierung durchgeführt.

Wie wird sichergestellt, dass die eingesammelten Gelder auch entsprechend ihrer Bestimmung verwandt werden?

Eine Stiftung ist ein im deutschen Rechtssystem sehr gut geschütztes Rechtskonstrukt. Schließlich ist sie zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen berechtigt, was dem Spender ermöglicht seine Steuerlast gegenüber dem Finanzamt zu reduzieren: Darüberhinaus braucht sie auch selbst fast keine Steuern abzuführen. Daher prüft das regionale Finanzamt sehr genau, ob sich hinter einer Stiftung tatsächlich eine förderungswürdige, gemeinnützige Idee verbirgt. Dies geht unter anderem über die Satzung, die sich jede Stiftung selber geben und beim Finanzamt einreichen muss. In ihr sind ganz klar die Ziele, die Mittelverwendung, die Organisation etc. geregelt. Sollte die Stiftung in irgendeiner Form gegen diese strengen Auflagen verstoßen, kann das Finanzamt sofort das Recht zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen nehmen, was die Motivation zum Spenden stark reduzieren und die Stiftung daher unmittelbar handlungs- und entwicklungsunfähig machen würde.

Was passiert mit dem gesammelten Geld, wenn es nicht ausreicht das Stadtbad zu sanieren?

Die Ziele, Werte und organisatorischen Rahmenbedingungen einer Stiftung müssen in einer Satzung niedergeschrieben und geregelt sein. Eine solche Satzung liegt auch der Förderstiftung Leipziger Stadtbad zu Grunde. Darin regelt auch ein Passus das Vorgehen bei einer signifikanten Veränderung der Verhältnisse, die ein Erreichen des eigentlichen Stiftungszweckes unmöglich machen. Grundsätzlich ist demnach die einstimmige Zustimmung des Stiftungsrates notwendig und das unter der Vorraussetzung, dass der neue Stiftungszweck die Anforderungen der Gemeinnützigkeit erfüllt.

Ist die Stadt irgendwie an dem Projekt beteiligt?

Die Idee zur Initiierung zur Rettung des Stadtbades ist von den Mitarbeitern der Leipziger Wasserwerke ausgegangen. Dort wurde sie geprüft und weiterentwickelt sowie auch im Rahmen der Filmpremiere und der Aktionstage Ende September 2006 veröffentlicht. Die Stadt selbst hat das Projekt begrüßt, da ihr die finanziellen Mittel für eine Sanierung und eigene Betreibung fehlen und sie die Arbeit der Förderstiftung als eine Vision von morgen für die Leipziger und ihre Gäste betrachtet. Darüber hinaus war die Stadt Leipzig Bauherrin der Maßnahmen zur energetischen Dachsanierung und brachte den erforderlichen Eigenmittelanteil ein.

Wem gehört das Bad jetzt?

Das Stadtbad ist nach wie vor im Eigentum der Stadt. Diese hat das Bad nach dessen Schließung mehrfach versucht zu verkaufen. Zuletzt gab es eine Ausschreibung der Immobilie im August 2006. Sollte hier kein Investor gefunden werden der die Anforderungen der Ausschreibung erfüllt, könnte man über verschiedene Konzepte zur Eigentumsfrage diskutieren. Die Möglichkeiten hier sind sehr breit und komplex und reichen von einem Verbleib des Eigentums unter städtischer Verwaltung bis hin zu einer Übertragung aller Eigentumsrechte an die Förderstiftung. Aber auch Varianten in denen die Förderstiftung und ein privater Investor das Stadtbad gemeinschaftlich übernehmen sind denkbar.
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